a die cut

on 24.02.2011

stanze - die cutdie cut
Das ist eine Stanzform. Ich zeige sie hier mal, da nicht jeder weiß wie sowas eigentlich aussieht. Als Designer hat man ja durchaus mal mit einem Stanzaufriss zu tun, aber das wirkliche Teil hält man nur selten in der Hand.
Eine Stanze besteht aus einer Trägerplatte aus Holz. Mit einem Laser wird die Kontur der Form in das Holz geschnitten, in die wiederum werden hinterher ganz dünne Bandstahl Linien eingesetzt. Die Form kann sowohl Schneidlinien also auch Linien zum Rillen enthalten. Die scharfen, schneidenden Linien werden mit Schaumstoff geschützt, die Rillen nicht. Kann man hier im Foto gut erkennen.
Als ich im Januar die CD Verpackung für die kanadische Band Nadja druckte, kam diese Stanzform zum Einsatz. Wir haben es auf einem Heidelberger Tiegel stanzen lassen, denn mit meiner Presse mache ich das nicht. Ich habe zwar gehört, dass manche Leute sogar mit ihrer Abziehpresse stanzen, aber dafür ist ein Schutzblech für den Druckzylinder notwendig, das ich nicht habe. Und die acht Arme, die mich so schnell stanzen lassen wie den Heidelberger, habe ich auch nicht :)
Bei dieser Form halten am Ende die heruntergefalteten Seitenklappen die CD und das Booklet im Inneren fest und geschlossen wird alles indem ein Klappe in den Schlitz auf der Vorderseiten gesteckt wird. Ganz ohne Kleben.
ps: Nadja spielt am 7. April im Schokoladen, Berlin
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For a CD Case of the band Nadja I let a die cut made. I heard many haven't seen a die cut in real so here's a picture. A die cut can be made of a wooden board in which a laser cuts the line of the artwork. In this line strips of steel are set that can either cut or score. The sharp lines are protected with foam, the scoring lines not as you can see in the picture. 
I've heard some people do die cut on their proof press, but me not. One has to protect the cylinder with a steel jacket that I don't have. We let the die cut done on a Heidelberger windmill and I would never top this speed except I am an eight-arms Octopus...  
After cutting and assembling the case the flaps hold the CD and the booklet inside and it'll be closed with a flap sticked in a slit on the frontside. 
ps: Nadja plays on April 7 in Schokoladen, Berlin

9 comments

Cool. Zeigst Du mal, wie das fertige Produkt aussieht? Das wäre toll.

Danke und liebe Grüße
Suse

by HeimatKinder on 24. Februar 2011 11:07. #

Ja, das dumme ist, ich hab keins mehr.
ungefaltet siehts aber so aus: http://www.flickr.com/photos/31333391@N04/5472826877/

by small caps on 24. Februar 2011 11:12. #

ah, ok.. Jetzt kann ich es mir besser vorstellen. Sieht super aus!

by HeimatKinder on 24. Februar 2011 11:17. #

danke fürs herzeigen! jetzt weiß ich endlich, wie so eine stanz- und rillform ausschaut!! coole sache! liebe grüße aus wien, selina

by 19nullsieben on 24. Februar 2011 11:43. #

Das Schaumgummi dient weniger dem Schutz der Stanzlinien, eher sind sie zum Ausdrücken da, sonst hinge nach einigen Durchgängen das gestanzte Material in der Form.

by Max Schmidt on 24. Februar 2011 15:18. #

@19nullsieben: gern geschehen.
@Max Schmidt: danke für den Hinweis! Und fürs Mitlesen :)

by small caps on 24. Februar 2011 17:16. #

super interessant!!

by bloody crafts on 24. Februar 2011 17:23. #

ich find's super, dass du sowas zeigst und erklärst - denn als grafiker muss ich sagen, dass man ja leider nicht immer einblick in die umsetzung der gestaltung bekommt. wenn möglich, fahr ich immer zur druckerei mit, aber das wird immer seltener, wenn die leute quer durchs land beauftragen ... und ja, ist die ffprater :) haben wir für lilla lingon als corporate schrift gewählt und ich finde sie nach wie vor super :) liebe grüße!

by = lingonsmak on 24. Februar 2011 18:49. #

sehr interessant!! Die Form muss ich mir bei nächster Gelegenheit mal genauer anschauen :-)

by Nadja on 25. Februar 2011 12:07. #

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