3 mistakes I made when using a polymer plate

20.02.2017

In meinem letzten Adana Bootcamp Workshop habe ich mit den Teilnehmern viel über Klischees gesprochen und wir haben von Photopolymer und Magnesiumklischees gedruckt. Ich dachte ich schreibe heute mal über die 3 häufigsten Fehler die passieren, wenn man von Klischees drucken möchte.
-- Printing from a polymer plate is always a big topic in my workshops. I share today 3 mistakes you want to avoid when using polymer plates on your press.


#1 wrong polymer
Es gibt verschiedene Arten von Photopolymer. Geeignetes Polymer für den Buchdruck muß sehr hart sein. Ich habe einmal recht weiches Material von einem Hersteller bekommen, mit dem konnte man zwar drucken aber nicht prägen. Die üblichen Stärken sind 1,75 mm oder 0,94 mm. Es gibt Photopolymer auch auf Stahlträger, so dass es auf magnetischen Platten haftet, die habe ich allerdings nicht. Ich klebe es mit spezieller Klischeeklebefolie auf.

-- Be sure to get the right material, is has to bee especially for letterpress. Otherwise you won't see any relief on your paper. In Germany are 2 plate thickness available: 1.75 mm and 0.94 mm. You can get steel backed polymer that sticks on magnetic bases or plastic backed polymer. I used plastic and a special adhesive tape for mounting them on my base.


#2 polymer & base too high
Ich habe meine Photopolymer Klischees am Anfang einfach auf MDF aufgeklebt. Die MDF Platte war allerdings viel zu dick, und die Walzen sind viel zu stramm über das Klischee gefahren. Dadurch haben sie zuviel Farbe abgegeben und der Druck war verschmiert. 
Mit dem Klischee zusammen sollte die Höhe 23,56 mm für deutsche Pressen betragen. In Deutschland gibt es sogenannte Unterlegstege in verschiedenen Stärken, die genau zu den Klischeestärken 0,94 mm bzw. 1,75 mm passen. 
Die englischen Adana ist aber für die englische Schrifthöhe von 23,32 mm gebaut. Wenn ihr nur von Photopolymer druckt, dann könntet ihr eure Grundplatte (z.B. Magnet- oder Kunstoffplatte) auf die ihr eure Klischees aufklebt passend zum englischen Maß erstellen lassen.

-- I used wood as my base in the beginning but it was way too high and my rollers even touched it when going over the polymer plate. You don't want this, your print will look smudged. Your plate and your base have to meet either the german type height or the anglo-american type height depending on your press (23.56 german and 23.32 english). If you already have a base you need to measure it and order a polymer plate accordingly to the overall height you need.


#3 inappropriate design
für den Buchdruck muß man die Gestaltung etwas genauer durchdenken. Auch ich vergesse das leider immer wieder. Große Flächen zu drucken ist wirklich schwierig, sie werden schnell wolkig und man sieht das Papier durch. Wenn man zum Beispiel eine Fläche (ein 5 cm Kreis o.ä.) zusammen mit einer kleinen Schrift oder dünnen Linie kombiniert ist das Ergebnis meistens nicht zufrieden stellend. Die Fläche braucht viel Farbe um gut abzudrucken, aber die kleine Schrift oder Linie wird bei der Farbmenge zulaufen. Sie benötigt viel weniger Farbe um scharf lesbar zu sein. Ich kann beides nicht in einem Arbeitsgang drucken, dann wird immer eins der beiden Elemente darunter leiden. Ich muß entweder meine Gestaltung anpassen und die Fläche verkleinern oder beides getrennt voneinander drucken.

-- I still do forget I have to keep the printing process in mind when designing for letterpress. It happens I combine a solid circle with and a fine (dotted) line. When printing I am wondering why the solid area doesn't seem to print evenly but the fine line is flooded with ink. It's because the solid area always needs a much higher amount of ink than a fine line or small text. The only solution here is to print both separately with just as much ink as needed.

and ps: do NOT leave your polymer in water overnight. I did that. It nearly disappeared. No joke!

inspire me: Marthe Armitage

18.01.2017


Neulich fiel mir eine ältere Ausgabe des Uppercase Magazins in die Hand und ich blieb bei dem Artikel über diese unglaublich inspirierende englische Dame hängen. Marthe Armitage schneidet ihre Motive in Linol und druckt sie als Rapport zu einer Tapete.
Da ich sehr gern und sehr genau zuschaue wenn andere Leute drucken (anscheinend entwickelt man eine Art Druckpressen-Nerdyness mit den Jahren) habe ich gegoogelt und auf Youtube tasächlich ein schönes Portrait über Marthe Armitage gefunden. Ihre Technik ist ein klein bißchen verrückt. An der Stelle, als sie zeigt wie sie die Farbe anmischt, die Druckstöcke aneinander druckt und wie sie einige Bleistiftmarkierungen setzt um den Anschluß zu gewährleisten habe ich mehrmals das Video vor-und zurückgespult. Schaut selbst, es ist zu schön.

Was machen wir wohl mit über siebzig Jahren?

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I recently flipped through an older issue of the Uppercase Magazine and this article about Marthe Armitage caught my eye. She is an inspiring british lady who makes wallpapers from her linocuts. This is a crazy technique because she has to repeat her prints several times on the wallpaper while rerolling them and obviously doesn't want to have any gap. 
I get a little nerdy when it comes to the details about printmaking so I searched and found a nice video where you can see her and her daughter printing. I love her british studio, watch yourself!


keep learning: take classes

09.01.2017

Beim Siebdruckworkshop mit Nadja Girod
Leider hab ich oft zu viele Interessen. Und bei vielen Dingen möchte ich wissen wie das geht.
Gerade hab ich mir selbst eine Overlock Maschine geschenkt (okay - das Lidl-Modell). Nicht, dass ich besonders gut nähe, aber es gibt so schöne Schnittmuster für Kinderkleidung und da die kleine Mitbewohnerin nicht mehr so schnell wächst finde ich es sinnvoll mehr Kleidung selbst zu nähen. Meine alte Nähmaschine taugt dafür nicht, aber dass Nähen mit dem richtigen Equipment Spaß macht hatte ich vor längerem in einem Nähkurs bei Frau Tulpe bemerkt.

Filmen! Oh wie wichtig kleine Filme für uns gerade sind. Letztes Jahr habe ich den Online-Kurs von Xanthe Berkeley gemacht. Make films oder creating time capsules sind beides tolle Kurse. Meine Spiegelreflex kann leider nicht filmen und ich hab alles mit dem Handy gefilmt. Und wie ich das bedauere! Ach, man kriegt einfach nicht so schöne Lichtstimmungen und Perspektiven mit dem Handy hin. Aber eine neue DSLR Kamera ist leider im Moment nicht drin. Eine Sache hab ich unterschätzt: das Schneiden der Sequenzen finde ich unheimlich zeitintensiv und das Suchen nach passender Musik kann ein ganzes Wochenende füllen. Ich würde gern mehr Filme (auch für das Blog) machen, aber wer druckt in der Zeit dann meine Karten?

Und noch einen Online Kurs hab ich belegt: Setting up your home Montessori-Style von Simone Davies. Falls ihr auch kleine Mitmenschen zu Hause habt, die langsam ihre Autonomie entdecken und möglichst alles selbst erledigen wollen, lernt ihr dort eure Umgebung einladend und auf Augenhöhe des Kindes zu gestalten. So dass es ohne eure Hilfe die meisten Dinge selbst erledigen kann. Wie haben vor allem viele Tisch- und Stuhlbeine abgesägt. :)

Auch für dieses Jahr hab ich schon ein Auge auf so manchen Online Kurs geworfen: Lisa Congdon Become a working artist oder Design, Carve, Print by Jen Hewett

Einen Kurs habe ich tatsächlich schon gebucht, aber nicht online sondern persönlich vor Ort und ich freu mich schon: Cyanotypie Workshop bei Kirsten Heuschen -> Frühbucherrabatt bis 15.01.2017!!!

Und diese hier (alle in Berlin) würden mich auch interessieren:

Marbled Paper & Fabric Workshop bei Sonder54 (noch keine Termine für 2017 online)
Experimentelle Kalligraphie bei Karin Bauer
Raglan-Pullover Strick-Workshop bei Knit Knit
Naturkosmetik selber machen bei Coscoon

Vielleicht ist das was für euch dabei? Oder doch ein Poster-Print Kurs in meinem Atelier?

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As a creative I am naturally interested in a lot of things aka crafts. I really love to take classes and learn something new or explore some technique in a deeper way. I listed some online classes I took last year like the one from Xanthe Berkeley about filming.
I also enjoyed Setting up your home Montessori-Style by Simone Davies.
And what I keep an eye on is Lisa Congdon Become a working artist and Design, Carve, Print by Jen Hewett
I booked already a class to explore Cyanotype here in Berlin and I listed some other local classes you might enjoy as well above this paragraph. Keep learning!

Hello 2017

03.01.2017



Das neue Jahr ist schon 3 Tage alt. Und es wird so so viel anders werden als das letzte Jahr. Jedenfalls was meine Arbeit angeht, denn die kam letztes Jahr viel zu kurz. Aber so ist es halt. Die kleine Mitbewohnerin hält noch nicht viel vom Arbeiten. Sie mag gern basteln. Am liebsten schneidet sie Schnipsel. Noch lieber hebt sie sie vom Boden auf.

2016 und was schön war:

# Haare ab. Zack Peng. Kurz. Schön.
# mit dem neuen Lastenrad und singendem Kind cruisen
# bis zu den Schultern im warmen Mittelmeer
# deutscheoperbabykonzert: auf Sitzkissen mitten auf der Bühne dem Spiel der Musiker lauschen
# den allerwärmsten Schal stricken
# wenn tolle Menschen heiraten
# den sauberen Rasen im Park am Gleisdreieck genießen
# gefühlt tonnenweise Ballast aus dem Keller loswerden

# Füße im eiskalten Planschbecken kühlen


Happy New Year everybody! Thanks for reading here still.

random atelier pics

16.12.2016

Schon lange gab es hier wir keine willkürlich zusammengewürfelten Atelier Fotos mehr. Dabei war das immer eure liebste Kategorie. Heute also ein paar Bilder der letzen Tage.
Ich lud zwei überaus nette Damen Blinkblink und Nocali zum gemeinsamen gelli drucken. Das war schön. Und es zeigt, mit dem Thema bin ich noch nicht durch, aber die Pflanzen weichen den Schablonen. Mal schauen wo es hinführt.
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I invited two lovely ladies to join the gelli printing fun. I feel I am still not done with it. But I worked my way from plants to stencils. There're endless possibilities. "Print on fabric" whispers a voice in my head. Slowly. I'll get there any day.

Latest Instagrams

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